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Mitteilungen der Kommunistischen Plattform

Solidarität muss ankommen

Christophe Immer

 

Zur Protestwache »No War on Cuba!« vom 12. bis 19. September

 

Gelebte Solidarität mit Kuba ist derzeit schwierig wie nie: Über 7.000 Container mit Lebensmitteln, Medikamenten sowie Gütern für Energie- und Wasserversorgung stecken in karibischen Häfen fest. Reedereien wie Hapag-Lloyd und CMA CGM beugen sich der US-Sanktionspolitik, teilweise vorauseilend gehorsam. Ladung für Kuba wird nicht mehr angenommen, nicht mehr weitertransportiert.

Kubas Außenhandelsminister Oscar Pérez-Oliva Fraga machte dafür im Juli vor der Nationalversammlung diejenigen verantwortlich, die tatenlos zusehen, wie Washington sein Land aushungert. Solidarität scheitert derzeit nicht am Willen, sondern an der Logistik.

Umso wichtiger, dass die internationale Kuba-Solidarität auf allen Ebenen sichtbar bleibt, dass Zeichen gesetzt werden.

Vom 12. bis 19. September 2026 findet in Berlin eine rund um die Uhr besetzte Protestwache vor der US-Botschaft am Brandenburger Tor statt, organisiert von einem breiten Bündnis rund um das Netzwerk »Unblock Cuba«. Eröffnet wird sie mit einem Fahrradkorso, beendet mit einer symbolischen Umzingelung der Botschaft. An den Tagen dazwischen stehen täglich wechselnde Themen im Zentrum – Gesundheit, Energie, Ernährung, Jugend, Kultur, internationale Solidarität –, begleitet von Diskussionsrunden, Konzerten und täglichen Lageberichten direkt aus Havanna; auf das abendliche Programm folgen Filmvorführungen.

Ein Überblick über kubasolidarische Aktionen während der Aktionswoche in anderen Städten findet sich auf der Website unblock-cuba.org. Dort gibt es die Möglichkeit, die Aktion durch Spenden zu unterstützen. 

Dass praktische Solidarität trotz aller Blockaden möglich bleibt, zeigt ein Erfolg aus den vergangenen Wochen: Die vier Container des Netzwerks InterRed, die im Juli wegen der Sanktionen verzögert wurden, sind inzwischen in Kuba angekommen. An Bord: Material für Solarprojekte an Kinderkrankenhäusern – Ausrüstung, die angesichts der andauernden Stromausfälle unmittelbar über medizinische Versorgung entscheidet.

Die KPF unterstützt die Protestwache – die Organisatoren freuen sich auf Mitarbeit, Beteiligung oder einfach nur einen Besuch südwestlich des Brandenburger Tores, gegenüber der US-Botschaft, am Rande des Tiergartens.

Christophe Immer

Protestwache »No War on Cuba!«. 12.-19. September 2026 in Berlin, Ebertstraße, gegenüber Platz des 18. März.

Weitere Informationen auf www.unblock-cuba.org/.