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Mitteilungen der Kommunistischen Plattform

Die Mobilisierung zur LL-Demo intensivieren

Beschluss der Bundeskonferenz der KPF

In sechs Wochen – am 9. Januar 2022 – findet in Berlin die Demonstration im Rahmen der jährlichen Luxemburg-Liebknecht-Ehrung statt. Von unserer heutigen Bundeskonferenz der Kommunistischen Plattform wenden wir uns an all unsere Genossinnen und Genossen in den Bundesländern, ihre Anstrengungen bei der Mobilisierung zur LL-Demonstration noch einmal zu erhöhen. Es gibt viele Gründe, zu demonstrieren. Doch von Jahr zu Jahr wächst die Notwendigkeit, für den Erhalt des Weltfriedens auf die Straße zu gehen – ganz im Sinne von Rosa und Karl.

Wenige Wochen vor Beginn des imperialistischen Ersten Weltkrieges schrieb Rosa Luxemburg: »… wenn, sage ich, die Mehrheit des Volkes zu der Überzeugung gelangt, dass Kriege eine barbarische, tief unsittliche, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung sind, dann sind Kriege unmöglich geworden …«. Diese Überzeugung, dieses Bewusstsein zu wecken, sei die gestellte Aufgabe.

Der Erste Weltkrieg konnte nicht verhindert werden und ebenso wenig der Zweite. Wir leben in einer Zeit, in der z.B. im zurückliegenden August mit dem US-Marinemanöver »Large Scale Exercise« der Dritte Weltkrieg geprobt wurde. Es ging und geht gegen China und Russland und die NATO soll dabei sein, ebenso wie die sich zunehmend militarisierende EU und in ihr das militärisch wiedererstarkende Deutschland.

Wohl nie in der Geschichte war es so wichtig, das Bewusstsein zu wecken, dass ein Dritter weltumfassender Krieg verhindert werden muss. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind uns in diesem Kampf um das Überleben der Zivilisation unvergessene, großartige Vorbilder. Bereits in jungen Jahren bekämpften beide unerbittlich den deutschen Militarismus. Sie warnten zeitig vor der Gefahr eines großen Krieges. Krieg und Kapitalismus waren für Rosa und Karl untrennbar miteinander verbunden. Sie kämpften für eine ausbeutungsfreie, friedliche Gesellschaft. Für ihre Unbeugsamkeit im Denken und im Kampf wurden sie am 15. Januar 1919 von der Reaktion ermordet. Ihr Vermächtnis: Der Kapitalismus darf nicht das letzte Wort der Geschichte sein.

Die wachsende Gefahr einer atomaren Vernichtung, der Klimawandel und die Umweltzerstörung, die rapide um sich greifenden sozialen Verwerfungen in den Hauptländern des Kapitals und die absolute Verelendung in den vom Kapital besonders ausgepressten Weltgegenden, der weitere Niedergang zivilisatorischer Errungenschaften, so der stetige Abbau der bürgerlichen Demokratie und die damit einhergehenden Faschisierungstendenzen, all das – nicht ursächlich einer verheerenden Pandemie geschuldet, sondern dem Kapitalismus! – muss auf ganzer Linie bekämpft werden. Eine andere Welt bleibt unser Ziel – eine Welt des Friedens, der sozialen Gleichheit und der Völkerverständigung.

Berlin, 27. November 2021

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