Auf fremdem Arsch ist gut durchs Feuer reiten

Offener Brief des Bundessprecherrates der KPF an die Mitglieder von Cuba Sí

Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

mit Erleichterung und Dankbarkeit haben wir Eure Erklärung »Die Solidarität mit Kuba ist unteilbar!« vom 4. Februar 2021 zur Kenntnis genommen.

Nur, wer sich nie mit der Geschichte des lateinamerikanischen Kontinents befasst hat, kann glauben, dass von den USA unterstützte Gruppierungen etwas anderes anstreben als einen sogenannten Regime Change. Demokratisierung ist hierfür eine verharmlosende Bezeichnung. Diese zielt wohl kaum auf Defizite der Entwicklung sozialistischer Demokratie in Kuba.

Wenn vom Imperium ausgehaltene Kräfte Demokratisierung fordern, dann ist das so, als würden Kriminelle von ihren potenziellen Opfern verlangen, ihre Freiheitsrechte gefälligst nicht einzuschränken. Und dort, wo diese Kräfte an der Macht sind, verschwinden die Opfer in den Folterkellern oder ganz. Eine Übertreibung? Wer das denkt, soll sich mit der Geschichte und mancherorts auch der Gegenwart von Guatemala, Chile, Brasilien, Argentinien, der Dominikanischen Republik, Kolumbien und anderen Ländern des US-amerikanischen Hinterhofs befassen.

Für die Länder, die nicht länger bereit sind, Vasallen des Imperiums zu sein und die von diesem bedroht und durch Sanktionen geknebelt werden, ist es nicht leicht. Und nicht alles, was sie tun, tun sie gerne. Wer sich aber hierzulande hinstellt und meint, denen Ratschläge erteilen zu müssen, die in ihrem Blut ersticken würden, siegten die vom Imperium ausgehaltenen Kräfte, denen möchten wir sagen: »Auf fremdem Arsch ist gut durchs Feuer reiten«!

Venceremos

Eure Genossinnen und Genossen der Kommunistischen Plattform

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