Wir stehen zu den friedenspolitischen Grundsätzen der Linken
Schreiben der KPF-Bundeskonferenz an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens des fds und der Progressiven Linken am 29./30.11.2025 in Leipzig
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz,
Ihr werdet am 29./30.11.2025 über den gemeinsamen Aufruf »Die Erneuerung der Linken organisieren« des Forums Demokratischer Sozialismus und des Netzwerks Progressive Linke beraten.
Wir, die Delegierten und Gäste der Bundeskonferenz der Kommunistischen Plattform betrachten diesen Aufruf vor allem als einen Versuch, die in der Partei Die Linke stattfindende Programmdebatte in zweierlei Richtung zu beeinflussen: Zum einen soll der Kampf um den Erhalt der friedenspolitischen Grundsätze der Linken lediglich eine untergeordnete Rolle spielen, zum anderen wird suggeriert, der Kampf um Rot-Rot-Grün im Bund sei die ultimative Antwort auf beängstigend anwachsende faschistoide Tendenzen auch hierzulande.
Mit diesem Versuch setzte sich der Bundessprecherrat der KPF in dem Papier »›Rot-Rot-Grün – was sonst?‹ Oder: Wie Die Linke Antifaschismus organisieren soll, ohne den Kampf gegen den deutschen Militarismus zu führen?« auseinander.[1]
Die in diesem Beschluss des Bundessprecherrates vom 16.10.2025 fixierten Positionen finden unsere volle Zustimmung und wir bitten Euch darum, diese zumindest zur Kenntnis zu nehmen.
Auch wir haben lange über einen passenden Schlusssatz für unser Schreiben an Euch nachgedacht und haben gleich zwei gefunden:
Willy Brandt: »Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.«
Max Horkheimer: »Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.«
Berlin, 22. November 2025
[1] Siehe: Mitteilungen der KPF, Heft 11/2025, S. 1-5